...und noch ein Veranstaltungshinweis... Ich bin auch in diesem Jahr wieder für den IT-Administrator auf Veranstaltungen unterwegs: Konkret sind dies zwei Termine zum Thema "Virtualisierung im Client-Management" in Hamburg (am 17.04.) und Frankfurt (am 31.05.). Es sind noch Plätze frei - insofern gilt auch hier: Schnell anmelden ;-)

Hier die offizielle Beschreibung:

Die Virtualisierung ist mittlerweile auch am Desktop angekommen. Doch anderes als auf Server-Seite, wo meist möglichst umfangreich virtualisiert wird, ist es bei der Desktop-Virtualisierung oft sinnvoller, sich die optimal für das eigene Unternehmen und dessen Anforderungen passenden Elemente herauszupicken. In unseren kostenlosen Workshops 'Virtualisierung im Client-Management' in Hamburg am 17. April und Frankfurt am 31. Mai stellen wir die Erfolgsfaktoren einer modernen Desktop-Strategie dar.

So wird unser Dozent Nico Lüdemann zu Beginn des ITANet-Workshops "Virtualisierung im Client-Management" die Methoden und Werkzeuge aufführen, die Unternehmen bei Virtualisierungsprojekten rund um den Desktop kennen sollten, um letztendlich vor einer Client-Landschaft zu stehen, die den Versprechungen der Virtualisierung gerecht wird. Ferner geht die Veranstaltung auf die Verwaltung von Benutzerprofilen und das Patch-Management ein und beschäftigt sich mit der Anbindung mobiler Geräte. Wie immer ist der Workshop für Abonnenten des IT-Administrator kostenlos. Sichern Sie sich also schnell Ihre Teilnahme. Wir würden uns freuen, Sie im April respektive Mai in Hamburg oder Frankfurt begrüßen zu dürfen!

In der aktuellen Ausgabe 03/2012 des IT-Administrator bin ich wieder mit einem Artikel vertreten, den ich zusammen mit meinem Kollegen Torben Volkmann über unsere Erfahrungen auf der diesjährigen Lotusphere in Orlando geschrieben habe. Schwerpunktmäßig geht es natürlich um die "Social"-Strategie der IBM sowie die Entwicklungen in diesem Bereich... also: einfach kaufen und lesen ;-)

Darüber hinaus noch ein kleiner Veranstaltungshinweis für alle, die sich für Lotus Notes/Domino interessieren: Der IT-Administrator veranstaltet zusammen mit der acocon einen ITANet-Workshop mit dem Thema "Lotus Domino Deployment" am 22.03. bei uns (acocon) in Bielefeld. Die Anmeldung ist noch bis zum 15.03. geöffnet und da bereits eine Vielzahl von Teilnehmern angemeldet sind, wird der Workshop auf jeden Fall stattfinden.

Die Referenten sind meine Kollegen Roland Joeriskes und Torben Volkmann, welche beide über viele Jahre Erfahrung im Lotus-Projektgeschäft zurückblicken...

Es ist schon ein paar Tage her, dass ich zuletzt etwas in die Kategorie "TDB" gepostet habe, aber heute ist es definitiv wieder fällig: Ich bin nach wie vor auf der Lotusphere in Orlando und habe heute morgen zwei extrem interessante Vorträge gesehen: Als erstes Sir Tim Berners-Lee (den Erfinder des World Wide Web) mit einem Beitrag über semantische Netze und anschließend Manoj Saxena mit einer Vorstellung der Arbeitsweise und möglicher Einsatzzwecke von IBM Watson, dem Superrechner (Hardware/Software) der IBM, der im vergangenen Jahr in den USA das TV-Quiz Jeopardy! gewonnen hat.

Beide Vorträge waren super und reihen sich vor allen direkt an meinen letzten Blog-Eintrag an, da es in beiden Fällen um die Anreicherung von Daten mit relationalen und sozialen Informationen ging. Tim Berners-Lee gab hierzu eine Vision zum Besten, in der er die These aufstellte und verargumentierte, dass genau diese Social Cloud bzw. das semantische Netz die Zukunft des Internets darstellten.

Ehrliche Weise musste man an dieser Stelle sagen, diese Vision natürlich für Viele allein auf Grund ihrer Reichweite schwer greifbar ist. Deshalb war der zeitliche Ablauf mit Manoj Saxena in Anschluss perfekt, da hierin diese abstrakten Überlegungen einen konkreten Bezug und ein technologisches Gesicht bekamen.

Was aber ist überhaupt "IBM Watson"?

Nun ja, auf den ersten Blick ist Watson ein riesiger Berg Hardware: 90x IBM P750-Systeme, 15 TB Arbeitsspeicher, 80 Teraflops Durchsatz - dickes Ding!

Wirklich interessant hieran ist aber nicht die Hardware, sondern die Arbeitsweise des Systems bzw. die Software, die diese Arbeitsweise ermöglicht. Watson ist ein System für künstliche Intelligenz! Hierzu arbeitet er jeweils in 3 Schritten, die es ihm auch ermöglicht haben, Jeopardy! zu gewinnen ("Kanzler der Einheit!" => "Wer ist Helmut Kohl?").

1. Menschliche Sprache verstehen: Watson analysiert gesprochene Sätze und vollführt anhand einer (grammatischen / semantischen) Mustererkennung eine Erkennung des Sinns. Im Beispiel oben: Kanzler => Person, Amt; Einheit => Ereignis, Geschichte.

2. Hypothesen aufstellen und evaluieren: Anschließend stellt Watson Vermutungen - z.B. über mögliche Zusammenhänge der aufgenommenen Informationen - auf und überprüft diese. Gibt es Treffer, werden mit dieser Vermutung verknüpfte Informationen semantisch ausgewertet. Also, "Kanzler" und "Einheit"... hmmm... in ganz vielen Artikeln taucht der Name "Helmut Kohl" auf... interessant ;-)

3. Adaptieren und selektieren basierend auf Benutzervorgaben: Die optimale Ausgabe (das Ergebnis) wird basierend auf den gesetzten Rahmenparametern "formuliert". Beispiel Jeopardy - es muss die Frage zur schon gegebenen Anwort angegeben werden: "Wer ist Helmut Kohl?"

Ich muss ehrlich sagen, dass ich tief beeindruckt bin, was technologisch bereits alles möglich ist (Skynet lässt grüssen!) und dass mich das Thema extrem fasziniert. Auf Anhieb fallen mir zig Einsatzszenarien ein, in denen Watson eine große Hilfe sein könnte: Medizinische Diagnosen, kaufmännische Forecasts, die Lottozahlen der nächsten Woche...

Besonders cool an diesem Thema ist aber die Tatsache, dass solche Präsentationen oder Leistungszeugnisse natürlich Begehrlichkeiten wecken. Ich denke dass jeder ITler oder Controller hunderte Einsatzfälle indentifzieren könnte, in denen er gerne auf Watson zurückgreifen würde. Aber könnte er dies? Wahrscheinlich eher nicht... zu teuer, zu groß, kein qualifiziertes Personal... oder? Wäre eine mögliche Option nicht die Bereitstellung einer entsprechenden KI in Form eines Cloud-Dienstes, den ich für meine wichtigen Analysen "mieten" könnte? Mit Sicherheit!

Wäre dann die "Angst" vor der Cloud noch trotzdem ein Hindernis? Vielleicht - aber meiner Meinung nach nur solange, bis die eigenen Mitbewerber dieses Technologien nutzen und sich dadurch geschäftliche Vorteile sichern. Dann wird einen der wirtschaftliche Druck mit zwingen, diesen Weg ebenfalls zu gehen.

Es ist extrem faszinierend, aber ich habe im Moment das Gefühl, dass der Kreis sich immer schneller und konkreter schließt und sich meine Prognosen vielleicht sogar schon schneller erfüllen könnten, als zunächst angenommen. Es bleibt spannend ;-)

Es ist mal wieder an der Zeit, einen kleinen Artikel zu verfassen - und wann bietet sich dieses mehr an, als wenn man in "fremden Gefilden wildert"... ich bin aktuell in Orlando auf der IBM Lotusphere 2012 und verschaffe mir einen Überblick über die neuesten Strategien und Trends in diesem Bereich.

Jetzt mag man sich natürlich natürlich fragen, warum gerade ich auf einer Lotus-Veranstaltung bin - zwei Gründe: Zum einen verantworte ich seit etwa einem Jahr auch das Notes-Consulting-Geschäfts bei uns im Unternehmen und zum anderen ist das Wetter in Orlando viel besser als in Bielefeld ;-)

Naja, Spass beseite - es hat einen noch weitaus besseren Grund, warum ich hier bin: Wie man vielleicht an meinen Blog-Einträgen der letzten Monate gesehen hat, beschäftige ich mich in letzter Zeit sehr intensiv mit dem Themengebieten rund um Cloud-Strategien und was mag vor diesem Hintergrund näher liegen, als DIE Veranstaltung rund um "Social Cloud" zu besuchen, die einer der weltgrößten Softwarehersteller veranstaltet.

Bevor ich mich den Inhalten widme, möchte ich kurz auf ein Vorurteil eingehen, dass man oft in Verbindung mit der IBM - die ich seit vielen Jahren sehr schätze - hört: Die IBM, Ihre Mitarbeiter und Partner sind alle sehr alt!

Hmmm... ich würde jetzt gerne sagen, dass das alles totaler Quatsch ist und nur auf bösen Gerüchten von neidischen Marktbegeleitern basiert... aber leider kann ich nur eine kleine Anekdote zum Besten geben, wie es mir bei der Registrierung heute morgen ergangen ist: Ich kam zusammen mit meinem Kollegen Torben Volkmann hoch motiviert heute morgen gegen 7:30 am Convention Center am Swan&Dolphin an und suchte nach der Teilnehmer-Registrierung. Ein freundliches Helferlein - nennen wir ihn "Nummer 1" schickte uns nach meiner Frage, wo denn die Registrierung zu finden sei, einen langen Gang herunter. Da wir sie nach diversen Ecken immer noch nicht sehen konnten, fragten wir Helferlein "Nummer 2" ebenfalls nach der Registrierung für die Lotusphere 2012 und wurden noch ein Stück weiter in eine kleines Zelt außerhalb des Hotels geführt. Da man dort unsere Namen nicht finden konnte, bekamen wir einen handgeschriebenen Zettel, einen kleinen Beutel und ein T-Shirt. Auf meine Frage, ob dass den für die Konferenz alles wäre und wir damit auch wirklich überall klär kämen, sagten uns Helferlein 3 und 4, dass das natürlich so wäre. Nun gut.

Schon auf dem Weg zum Frühstückskaffee wurden wir allerdings eines besseren belehrt - Schmierzettel und Beutel berechtigten keineswegs zu irgendeinem Zutritt. Sie sind jedoch das "Erkennungszeichen" der Studenten, die hier am heutigen Tag kostenfrei teilnehmen durften. Anschließend haben wir die richtige Registrierung gefunden (Helferlein 5) und sind dann auch überall rein gekommen...

...und die Moral von der Geschicht: Wir fallen mit unserem jugendlichen Aussehen hier in der Teilnehmerlandschaft auf! Sogar so sehr, dass uns 4 von 5 Helferlein für Stundenten und nicht für reguläre Teilnehmer gehalten haben (trotz direkter Nachfrage meinerseits)... tze, tze, tze...

Kommen wir aber nun zu den Inhalten: Um 8 Uhr ging die Keynote vor etwa 5000 Teilnehmern aus aller Herren Länder los und entschädigte direkt für den Faux Pas mit der Jugendlichkeit: Eine Legende meiner Jugend hielt die Gastkeynote - Michael J. Fox! Es war sehr faszinierend ihn in der Keynote erleben zu können als er über seine Erkrankung, sein Leben nach der Diagnose und seine daraus resultierenden Projekte sprach. Beeindruckend!

Anschließend ging es weiter mit einer Vielzahl hochkarätiger Sprecher aus den Reihen der IBM sowie diversen Kunden und Partnern. Ganz ähnlich wie ich es von anderen, noch nicht lange zurückliegenden Veranstaltungen kenne, lag der Themenfokus nicht auf den "Basisprodukten" von IBM/Lotus, also nicht auf Lotus Domino und Lotus Notes, sondern auf der zukünftigen (aktuellen) Strategie der IBM. Ohne hier in eine wilde Beschreibung der Produkte und Lösungen zu verfallen, möchte ich zwei Aspekte vervorheben, die aus meiner Sicht sehr faszinierend und wegweisend sind.

Das erste ist der Aspekt SOCIAL: In den kommenden Produktversionen ist alles social, sprich: Der Austausch, die Bewertung und Verlinkung von Daten, Inhalten und Personen ist ein ganz klarer Fokus in allen Lösungen. Die Darstellung von Verläufen in "Activity Streams", die Kommentierung im "I like"-Stil und das Teilen von Neuigkeiten mittels "Unternehmens-Tweets" findet sich an quasi jeder Stelle. Nun kann der Skeptiker natürlich sagen, dass diese Funktionen für den Privatbereich mit Sicherheit ganz toll sind und auch viel Spass bereiten, aber im Geschäftsleben doch wohl eher nichts zu suchen haben.

Vordergründig gesehen ist das mit Sicherheit richtig... nicht aber, wenn man in den "BIG DATA"-KOnzepten der IBM denkt: In dieser Denke sind Verlinkungen, Tweets und Blogs nicht nur schickes Beiwerk, um die jungen Generationen (...hüstel, zwinker...) anzusprechen, sondern beinhalten selbst eine Vielzahl von Informationen, um beispielsweise Daten nach Relevanz (Wer verlinkt wen/was wo, wann und wie häufig?) auszuwerten. Dies wird durch eine umfangreiche Analysemaschinerie erreicht, die sich ebenfalls in den Produkten findet.


Die Verbindung aus angenehmer Oberfläche, menschlichem Input und entsprechender Analyse soll somit helfen, schneller bessere Entscheidungen treffen zu können (Stichwort heute: Collective Intelligence) und somit den geschäftlichen Erfolg zu stützen. Das ist zwar nicht wirklich neu - z.B. bei Microsoft sieht man quasi die gleichen Inhalte und Schlußfoglerungen - aber es leuchtet ein. Für mich persönlich ist besonders interessant, dass es tatsächlich herstellerübergreifende Muster gibt, die sich zu bestätigen scheinen.

Aber was hat das alles nun mit CLOUD (dem zweiten Aspekt) zu tun?

Auf den ersten Blick gibt es hier zugegebener Maßen keine zwingende Verbindung. Auf den zweiten Blick muss man sich im Hinblick auf die Technologie natürlich die Frage stellen, welche gewaltige Systemplattform diese tollen, neue Funktionen wohl benötigten mögen. Wer die Lotus-Produkte und das darunterliegende SOA-Modell kennt, weiss: Viele und riesig!


Was liegt also näher, als genau diese neuen Themenkomplexe gar nicht mehr selbst anzuschaffen und zu betreuen, sondern sie stattdessen direkt als Cloud-Service zu beziehen?


Und genau hier wird ein Schuh draus: Wie auch bei anderen Herstellern (Microsoft, SAP, Oracle, ...) ist das klare Ziel, als Cloud-Service Provider in das noch relativ junge Geschäftsmodell einzusteigen und sich möglichst schnell eine breite Kundenbasis aufzubauen - was zu gelingen scheint: Laut einer Forrester-Studie, die ich heute gesehen habe, sind bereits 18% der Unternehmen mit den Service "E-Mail" in der Cloud. Zum Vergleich: 2009 waren es nur knapp 1% !!!

Genau dieser Drang erklärt auch eine der wichtigen Ankündigen heute: LotusLive wird IBM SmartCloud for Social Business

Warum dieser Schritt? Aus meiner Sicht, weil die Markte "IBM SmartCloud" im heissen Kampf um Marktanteile erfolgversprechender ist als "Lotus"... ;-)

Was ist somit mein persönliches Fazit der bisherigen Veranstaltung? Ich fühle mich in meinen Prognosen immer stärker bestätigt und bin immer gespannter, wie es weitergeht...

Nico | 2011-12-31 21:44

Ich wünsche allen ein frohes, glückliches, gesundes und erfolgreiches Jahr 2012! Ich denke, es wird ein sehr spannendes Jahr und was könnte dazu besser passen, als ein spektakuläres Feuerwerk aus dem letzten Jahr ;-)

Kurz vor 2012 möchte ich ein paar Gedanken zum Thema „Cloud“ darstellen – Maya-Kalender hin oder her: Irgendwie muss es mit der IT ja weitergehen ;-)

Ich habe in den letzten Wochen und Monaten viele Präsentationen zu Cloud-Architekturen und strategischen IT-Entwicklungen gehalten sowie eine Vielzahl von Gesprächen zu diesen Themen geführt. Ich habe hierbei immer wieder die Meinung vertreten, dass die „Cloud“ bereits viel näher ist als Viele meinen und wir meiner Meinung nach bereits in 2 bis 3 Jahren alle einen großen Teil unserer IT-Dienste aus öffentlichen Clouds beziehen werden.

Erwartungsgemäß stand und stehe ich mit dieser Einschätzung oftmals alleine, da nach wie vor Themen wie Datenschutz, Datensicherheit, Anbindungsproblematiken, regulatorische und rechtliche Vorgaben oder allgemeines Misstrauen gegenüber Cloud-Anbietern insbesondere in Deutschland (Europa) eine Hemmschwelle darstellen.

Selbstverständlich sind alle diese Aspekte valide und stellen gute Gründe dafür dar, insbesondere der „public cloud“ zunächst skeptisch gegenüber zu stehen. Warum also bin ich trotzdem der Meinung, dass dieser Trend kurz vor dem Durchbruch steht?

  • Wirtschaftlicher Druck und globale Ansätze
  • Betrachtet man die aktuellen Tendenzen im Bereich der Finanz- und Unternehmensmärkte, so zeichnen sich diverse Krisenszenarien ab, die gravierende Auswirkungen auf die heutige Sicht auf IT haben können – Dollar-Krise, Euro-Krise oder eine allgemeine Rezession sind nur einige dieser potentiellen Problemstellungen.

    Unabhängig von diesen konkreten Punkten ist bereits seit Langem die Tendenz zu erkennen „dass das Geld nicht mehr so locker sitzt“ – sprich: dass Investitionen wesentlich vorsichtiger und mit deutlich längerem Vorlauf angegangen werden, als dies noch vor einigen Jahren der Fall war.

    Dieser Aspekt manifestiert sich auch darin, dass z.B. in vielen Firmen (bereits auch im kleineren Mittelstand) strenge Regeln eingeführt wurden, über welche Rendite oder über welche maximale Amortisationszeit ein Projekt verfügen muss/darf um es beauftragen zu dürfen – sprich: Nur wenn sich der Mehrwert des Projektes (am Häufigsten: Kosteneinsparungen und/oder Prozessoptimierungen) deutlich in Zahlen darstellen lässt wird es zu dem jeweiligen Projekt kommen.

    Der Hintergrund hierfür liegt ganz klar im sehr hohen Kostendruck der Unternehmen, der nicht zuletzt durch eine globale Aufstellung, einen globalen Preisvergleich und hohe Preistransparenz in vielen Bereich gefördert wird.

  • Professionalisierung von IT-Diensten / IT/Business-Alignment
  • Eine konkrete Auswirkung des beschriebenen Kostendrucks ist eine steigende Professionalisierung in der IT. In vielen Unternehmen sind Themen wie IT/Business-Alignment, IT-als-Service oder die Qualitätssicherung von IT-Diensten keine Seltenheit mehr.

    Dieser Aspekt ist aus zwei Gründen von Bedeutung: Erstens, weil hierdurch die Anforderung aufgebaut wird, die entsprechenden Themen zu kennen (beherrschen) und nach den Konzepten (Projekt-Management, ITIL, SixSigma, etc.) zu arbeiten. Dies hat eine große Auswirkung auf die geforderten Kompetenzen von Mitarbeitern.

    Der zweite Punkt ist von noch weitreichender Bedeutung: Die Professionalisierung der IT ist eine wesentliche Voraussetzung für eine spätere Auslagerungen von IT-Diensten z.B. in die Cloud. Ist diese Voraussetzung aber erst einmal verfüllt, kann der genannte Kostendruck in den Unternehmen sehr kurzfristig den „Sprung in die Cloud“ einleiten.

  • Also dann… Cloud – oder: Der Faktor „Bequemlichkeit“
  • Und genau das wird passieren – oder besser: In Wirklichkeit ist es bereits passiert… zumindest im privaten Umfeld.

    An dieser Stelle ein kleiner Ausflug: Wie der eine oder andere weiss, bin ich ein sehr großer Freund technischer Spielereien und Gadgets. Wenn ein cooles, neues Gerät erscheint, packt mich ein gewisses Kribbeln, dass nur durch den Besitz des Geräte beruhigt werden kann – vielleicht kennt ja jemand dieses Gefühl des „Haben-Wollens“ ;-)

    Jedenfalls habe ich auf diese Weise ein nicht unwesentliches Arsenal an Endgeräten angesammelt, mit denen ich mehr oder weniger intensiv arbeite. Meine Liebsten sind mir dabei mein iPhone und mein iPad, da mich beide als tägliche Begleiter sowohl im privaten als auch im geschäftlichen Umfeld unterstützen. Egal ob E-Mail, Internetzugriff, Multimedia oder Terminplanung – alles funktioniert auf den Geräten reibungslos. Insbesondere im Bereich der Unterhaltung oder Mediennutzung hatten die Geräte aber bis vor kurzem einen kleinen Schönheitsfehler: Hat man beispielsweise ein Buch über iBooks auf mehreren Geräten gelesen, musste man oftmals händisch an die jeweils letzte Stelle springen. Gleiches gilt für TV-Serien: Welche Folge hatte man nun schon gesehen und welche nicht? Habe ich vor der Reise meine liebsten Inhalte synchronisiert oder habe ich nur Medien dabei, die ich schon gesehen habe?

    Alle diese Fragen stellen sich nicht mehr seit der Installation von iOS 5, iCloud und iTunes Match: Alle meine Geräte haben den gleichen Stand und Medien befinden sich nicht mehr auf einer Festplatte sondern in iCloud, so dass ich jederzeit problemlos darauf zugreifen kann – das ist für mich sehr bequem!

    Anderes Beispiel: Seit letzter Woche bin ich stolzer Besitzer eines amazon Kindle Fire: Wo und wann auch immer ich mir eBooks oder andere Medien gekauft habe – das Gerät bietet mir einen direkten Zugriff auf lokale Medien und meinen 25GB Speicher in der amazon-Wolke. Und wenn ich nur ein AC/DC-Album draufkopiert habe… kein Problem, die integrierte Schnittstelle bietet mir jederzeit und problemlos einen Zugriff auf das gesamte AC/DC-Sortiment bei amazon: „Mehr von diesem Interpreten?“ – Gerne! Das ist für mich bequem!

    Was bedeuten diese kleinen Beispiele? Wir nutzen bereits aktiv eine Vielzahl von Cloud-Diensten in unserem privaten Umfeld ohne uns Gedanken über die oben genannten Themen wie Datenschutz, Patriot Act oder Verfügbarkeiten zu machen – einfach deshalb, weil es einfach und bequem ist.

    Und was schafft Bequemlichkeit? Sie schafft Akzeptanz!


    An dieser Stelle tritt eine weitere interessante Entwicklung zu Tage, auf die ich vor einigen Tagen in einem Gespräch gestoßen wurde: Früher hat unser Arbeitsplatz den Grad der höchsten Technologien vorgegeben, heute beeinflusst ein hochtechnologisiertes Privatleben den Arbeitsplatz.

    Das bedeutet konkret, dass ich natürlich auch in meinem beruflichen Alltag die Technologien und den Komfort nutzen möchte, der mir von meiner Heimelektronik bekannt ist. Ich möchte nicht darauf verzichten, mit einem beliebigen Gerät auf die für mich wesentlichen Informationen zugreifen zu können und mit meiner Arbeit an einem Punkt auf einem Gerät zu pausieren und auf einem anderen Gerät zu einer anderen Zeit nahtlos weiterarbeiten zu können.

    …und ich habe gelernt und akzeptiert, dass mir Cloud-Dienste dies ermöglichen – also möchte/werde ich sie auch im Unternehmensumfeld nutzen! Insbesondere dann, wenn ich deren Verwendung sogar noch kaufmännisch verargumentieren kann (Nutzungsbasierte Abrechnungen, flexible Skalierung, etc.).

    Somit ist es aus meiner Sicht eine rein logische Schlussfolgerung, dass sich (öffentliche) Cloud-Dienste ab dem kommenden Jahr sehr schnell ausbreiten und die Unternehmen durchdringen werden.

    Noch eine kleine Randbemerkung: Ich hatte im Rahmen der Citrix Synergy in Barcelona einen Artikel über den meiner Meinung nach erkennbaren Strategiewechsel von Citrix und anderen Herstellern geschrieben. Dieser Artikel wurde an vielen Stellen sehr kontrovers diskutiert, da er natürlich in gewisser Weise das Ende einer Ära einläutet – oder eben die Geburt von etwas Neuem, das die Zeichen der Zeit erkannt hat und sich darauf einstellen möchte.


    Ich bin fest davon überzeugt, dass wir in der IT an dem größten Scheideweg seit der Einführung des Internet stehen und sich jeder gut überlegen sollte, wie er sich in den sich wandelnden Rahmenparametern positionieren möchte. Wie immer: Es bleibt spannend ;-)

    Zur Mitte des zweiten Tages der Citrix Synergy 2011 in Barcelona ist genau der richtige Zeitpunkt gekommen, ein kleines Resümee zu ziehen. Mal abgesehen davon, dass das Wetter in Barcelona wesentlich besser als in Bielefeld ist, muss ich auch ansonsten sagen, dass es bisher eine sehr gelungene Veranstaltung ist, auf der eine Vielzahl von interessanten Ankündigungen präsentiert wurden.

    Die Details hierzu sind in einem sehr gelungenen Blog-Eintrag von Stefan Volmari nachzulesen, so dass ich diese nicht wiederholen muss und möchte – vielmehr möchte ich an dieser Stelle meine Eindrücke beschreiben und ein paar Schlussfolgerungen aus dem ziehen, was ich in den letzten Tagen gesehen habe.

    Wenn ich es mit drei Worten ausdrücken sollte, würde ich es wahrscheinlich mit „großartig“, „verwunderlich“ und „wegweisend“ beschreiben….

  • Großartig!
  • Wie immer ist eine solch große Veranstaltung natürlich ein Highlight und die Stimmung und Synergie (Wortspiel!) reißt einen schnell mit sich. Dies kann ich insbesondere über die Keynote von Mark Templeton sagen, zu der ich sagen würde, dass es die beste seit vielen Jahren gewesen ist – es gab einen durchgängigen rote Faden, eine gute Story und jede Menge interessante Demonstrationen, die die Potentiale der jeweiligen Lösungen präsentiert haben. Auch ließ sich eine große Weitsicht und Vision erkennen, was für mich persönlich immer das wichtigste an einer Keynote ist. Hier kann man also allgemein nur sagen: Hut ab! Das war spitze!

  • Verwunderlich!
  • Auf der anderen Seite führte aber gerade diese Keynote bei vielen Teilnehmern auch zu einer großen Verwunderung, weil vieles nicht darin vorkam, was man erwartet hatte. So war schon im Vorfeld viel darüber spekuliert worden, warum beispielsweise die Veröffentlichungen von XenApp 6.5, XenDesktop 5.5 oder zuletzt XenServer 6.0 mehr oder weniger leise in den Wochen vor der Synergy passiert sind, anstatt diese hier mit großem Pomp zu zelebrieren.

    Und in der Tat wurden diese „Kern-Produkte“ in der Keynote wenig bis gar nicht thematisiert, was insbesondere die „Metaframe-Fraktion“ im Publikum etwas irritiert hat. Dafür gab es viel über Onlinedienste, Receiver, iPads, Clouds, Architekturen und – one more thing – einen Receiver für Facebook, der die Nutzung von Anwendungen direkt aus Facebook heraus erlaubt.

  • Wegweisend!
  • Genau vor diesem Hintergrund komme ich zum letzten Attribut, dass ich dieser Synergy geben würde – „wegweisend”. Ich glaube allen Präsentationen und Gesprächen ganz deutlich erkennen zu können, dass Citrix wieder eine klare Strategie hat, wie es sich in den kommenden Jahren im Feld der Anbieter positionieren will und welchen Anspruch es dabei an sich selber hat.

    Während es sich bei Citrix in den letzten Jahren eher um einen Spezial- oder Lösungsanbieter im mehr oder weniger reinen Microsoft-Umfeld gehandelt hat, der mit seinen Lösungen die Bereitstellung und Verwaltung von Windows-Systemen und –Anwendungen optimiert hat, steht nun der nächste Evolutionsschritt ins Haus, bei es darum geht, nicht länger ein Sekundäranbieter (Add-On) zu sein, sondern ein Primäranbieter (Kernprodukt) zu werden.

    Was meine ich damit? Nun ja, in den vergangenen 10 bis 15 Jahren war der IT-Bereich sehr stark von Windows-basierten PC/Server Systemen dominiert, die deutlich mehr Flexibilität boten als die „alten“ Mainframes, diese Flexbilität für „old-school“ Anwendungen aber zum einem hohen Preis erkauft werden musste (z.B. über das Hinzufügen von entsprechenden Add-on Lösungen wie XenApp, etc..). Mittlerweile aber wendet sich die IT mit rasender Geschwindigkeit neuen Konzepten wie Cloud/Web-Services oder einer Endgeräteunabhängigkeit zu, die die alten Methoden in diesen Grundfesten in Frage stellte. Microsoft hat dies ebenfalls erkannt und wendet sich mit Windows 8 und z.B. den neuen Lösungen im System Center-Umfeld ebenfalls diesen neuen Konzepten zu, so dass die Anwendungsfälle für XenApp, XenDesktop, XenClient, VMware View und wie sie alle heißen aus meiner Sicht immer geringer und unwichtiger werden.

    Natürlich haben diese Lösungen ihre Daseinsberechtigungen, aber nicht mehr im „alten“ Sinne: Es geht nicht mehr darum, „den Windows Desktop“ damit kostengünstig bereitzustellen, sondern es geht nur noch darum, eine Bindegliedtechnologie abzubilden, die den Unternehmen den Sprung in die neuen Konzepte dahingehend erleichtert, als dass alte Anwendungen und Verfahren noch eine Zeitlang weiter betrieben werden können. Nicht mehr und nicht weniger.

    Und vor diesem Hintergrund wiederum verwundert es dann nicht, dass XenApp oder XenDesktop eben keinen Platz in der Keynote gefunden haben, die die Kunden und Partner ja eben genau auf die neuen Themen und Strategien „einschwören“ soll anstatt die alten Suppen immer und immer wieder aufzukochen.

    Wo aber sieht Citrix sich denn nun konkret? Wie schon gesagt, sieht Citrix sich aus meiner Sicht als Primäranbieter, der den Kunden mit eigenen Lösungen direkt ansprechen will. Dies glaube ich z.B. in der permanenten Erweiterung der „GoTo“ Produkte zu erkennen, die durch die Sharefile Übernahmen nochmal einen gewalten Sprung nach vorne gemacht haben – GoToMeeting mit HDFaces und Workspaces ist eine sehr professionelle Lösung, mit der Citrix als SaaS-Anbieter direkt eine breite Masse an Unternehmen und Benutzern anspricht. Dies ist als Punkt 1: Citrix will seinen Platz als SaaS-Anbieter festigen.

    Der zweite Punkt dreht sich um das Thema „Cloud“ als Lösungsanbieter: Mit der Übernahme von Cloud.com und somit OpenStack (Citrix CloudStack) entsteht (wie schon beim XenServer mit Unterstützung einer breiten OpenSource-Community) eine Software-Plattform-Lösung für Cloud-Architekturen, die sowohl die Service Provider als auch (Stand heute) größere Unternehmen adressiert, die Ihre IT in Richtung dieser Architekturen weiterentwickeln wollen. Man kann also sagen: Citrix will Plattform- und Lösungsanbieter für Public und Private Clouds werden.

    Punkt drei ist einfach: Citrix will vorhandene Kunden nicht verlieren und auf die Reise mitnehmen. Es meiner Sicht ist dieser z.B. der Grund für die Übernahme von Firmen wie App-DNA – in Wirklichkeit brauchte Citrix diesen Anbieter in seinem Portfolio aus meiner Sicht nicht. Wenn aber der Anspruch ist, den Kunden sowohl den Umstieg auf Desktop-Virtualisierung (als Brückentechnologie) als auch Cloud (IaaS / SaaS) so einfach wie möglich zu gestalten, muss man Ihnen hierfür die entsprechenden Werkzeuge an die Hand geben. Dies löst konkrete Probleme und schafft/stärkt das Vertrauen, auch die nächsten Schritte mit zu gehen.

     
    *** FAZIT ***

    Ich traue Citrix dieser Wandlung voll und ganz zu, da schon mehrfach bewiesen wurde, dass das Unternehmen starke Wandlungen durchlaufen und vor allem auch überstehen kann (z.B. von der 1-Product-Metaframe-Company zum Virtualisierungs-Komplettanbieter). Ich glaube dies auch, weil die Zeit hierfür auch einfach reif ist – ich war in dem letzten Wochen auch in sehr engen Gesprächen mit einigen hochrangigen Vertretern von Microsoft und kann feststellen, dass es jedes Gespräch und jede Diskussion mich in meiner Einschätzung bestärkt, dass beide Unternehmen in gleiche (strategische) und richtige Richtung laufen.

    Es gibt allerdings einen Punkt, dem sowohl Citrix als auch Microsoft (wie auch alle anderen Anbieter in dieser Phase) zu kämpfen haben werden: Wie unter „verwunderlich“ beschrieben, sehen sich die Hersteller mit der Problematik konfrontiert, dass ein Großteil ihrer Partner und Kunden die Zeichen der Zeit noch nicht erkannt hat. Dies trifft dann natürlich doppelt hart: zum einen gehen diese Partner den Weg mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht mit – was aber aus meiner Sicht insofern OK ist, als dass dafür andere an ihre Stelle treten werden. Zum anderen ist aber extreme Vorsicht dabei geboten, dass nicht bisherige „Freunde“ auf einmal zu „Feinden“ werden, weil sie die Botschaft nicht verstehen und ihren Unmut hierüber öffentlich äußern. Dies schadet dem heute noch sehr fragilen strategischen Weg unter Umständen ungemein – und zwar nicht nur den Anbietern, sondern langfristig auch den Kunden.

    Ich bin sehr gespannt, was die kommenden Wochen und Monate uns hier bringen werden… es bleibt auf jeden Fall interessant ;-)

    Die "Dream Delivery"-Truppe um Fabian hat sich Verstärkung aus den AppSense-Reihen ins Boot geholt und ein neues Musik-Video produziert... ich kann nur meine Begeisterung darüber ausdrücken! Video, Schnitt und vor allem Text und Gesang sind absolute Spitze!

    Es ist wieder an der Zeit, sich ein paar Termine im Kalender einzutragen: Die App-V User Group hat den Termin für das zweite Treffen in diesem Jahr festgelegt - es wird der 07.10. in Berlin sein... entsprechend dem Feedback der letzten Veranstaltungen wieder auf einem Freitag (mit der Möglichkeit des späteren geselligen Abschlusses) und wieder mit parallelen 2 Tracks.

    Sobald wir die Agenda endgültig fixiert haben, werde ich sie hier vorstellen.

    Darüber hinaus sind auch die Planungen für einen internationalen, englischsprachigen App-V Tag fortgeschritten - aller Voraussicht nach wird er am 18.11. in Amsterdam stattfinden (Ort ist definitiv Amsterdam, Termin zu 90%).

    Nico | 2011-07-12 09:40

    Bei einem Blick auf meine Webseite ist mir soeben aufgefallen, dass ich für über einen Monat keinen Blog-Post mehr gemacht habe... hiermit also ein kleines Lebenszeichen ;-)

    Zu meiner Entschuldigung kann ich sagen, dass ich in den letzten Wochen extrem aktiv an anderen Baustellen war - neben ITAnet-Workshops, Geek Speaks, Konferenzen und sonstigen Präsentationsterminen war/bin ich in den letzten Zügen der Übersetzung des "App-V Client Book" von Tim Mangan und Kevin Kaminski... und ein paar kleine hauptberufliche Aufgaben gibt es natürlich auch... ;-)

    Ich gelobe aber Besserung und werde in den nächsten Tagen an dieser Stelle wieder loslegen... unter anderem arbeite ich auch an einem (wie ich finde) sehr schicken Präsentationssatz über die "Entwicklung einer erfolgreichen Desktop-Strategie", der auf der ICE in Lingen seine große Premiere feiern wird.

    In der vergangenen Woche war es wieder soweit: 5500 Teilnehmer versammelten sich in San Francisco, um im Moscone Center an der Citrix Summit und Synergy 2011 teilzunehmen. Mit dieser Teilnehmerzahl war die diesjährige Veranstaltung die größte Synergy der vergangenen Jahre, was deutlich aufzeigt, wie hoch das Interesse und der Stellenwert der Desktop-Virtualisierung und der (mittlerweile) angelagerten Cloud-Themen sind.

    Neben der Syngergy, bei der es sich um die Endkundenveranstaltung handelt, fanden im "Rahmenprogramm" auch weitere Veranstaltungen wie die Citrix Summit (für Partner), unser erstes CTP-Meeting in diesem Jahr sowie diverse themenbezogene Runden statt, die die Woche zu einem vollgepackten Informations-Highlight machten.

    Werfen wir mal einen Blick auf die wesentlichen Ankündigungen...

  • XenClient 2 und XT - Ein besonderes Highlight der Synergy war mit Sicherheit die Ankündigung der Verfügbarkeit von XenClient 2 (TechPre), die bei Vielen eine große Begeisterung mit sich bracht. Vor genau einem Jahr ging die erste Version an die Öffentlichkeit und seit dem hat sich viel getan: Neben einer erweiterten Hardware-Unterstützung (z.B. AMD Radeon und FirePro Grafikkarten) steht mit XenClient XT auch eine weitere Version in den Startlöchern, die speziell für Umgebungen mit hohen Sicherheits- und Leistungsanforderungen optimiert ist. Hierdurch wird deutlich, dass Citrix es mit XenClient tatsächlich ernst meint und nicht nur grundsätzlich an diesem Produkt festhalten will, sondern es auch kontinuierlich weiterentwickelt - was auch notwendig war ;-)

  • Citrix Receiver for... - Wie auch schon in den vergangenen Jahren, so wurden auch auf dieser Synergy diverse Erweiterungen und Neuerungen für den Citrix Receiver vorgestellt. Neben erweiterten Funktionen (Auflösung, Grafik-Leistung, Bandbreite,...) war aus meiner Sicht vor allem der neue Receiver for Web als Erneuerung/Alternative zum vorhandenen Webinterface ein echtes Highlight: Eine "rich media" Webanwendung mit vielen Möglichkeiten der Integration und den potentiellen Zugriffsmöglichkeiten von beliebigen Endgeräten könnten einen großen Sprung nach vorne in der aktuell doch recht umfangreichen (=unübersichtlichen) Receiver-Editions-Welt darstellen. Aus meiner Sicht hat die Receiver-Familie hierdurch wirklich das Potential sich als Benutzerschnittstelle zu jeglicher Art von Windows-, Cloud- und sonstigen Anwendungen zu etablieren. Einen kleinen Ausblick gab hierzu bereits die Integration auf Googles ChromeBook, da 700fach während der Keynote verschenkt wurde.

    Daneben wurde im Zusammenhang mit den einzelnen Receiver Versionen auch das Konzept des Follow-me data vorgestellt, bei dem es konzeptionell darum geht, dass der Benutzer nicht nur von jedem Endgerät auf seine Anwendungen und Desktops zugreifen kann, sondern auch in die Lage versetzt werden soll, seine Daten "mitwandern" zu lassen. Eine sehr beeindruckende Demo verdeutlichte dies im Zusammenhang mit dem iPad-Receiver, über den Offline-Versionen von Office-Dokumenten auf dem iPad eingesehen werden konnte. In diesem Stadium ist bisher nur eine reiner Lese-Modus implementiert, bei dem die Dokumente in Form einer Art Vorschau eingesehen werden können - die Bearbeitung muss noch via XenApp-/XenDesktop-Sitzung erfolgen. Der Ansatz ist jedoch sehr vielversprechend, so dass wir hier gespannt sein können, wie es weitergeht...

  • Android Apps auf Windows bereitstellen - Mit Hilfe eines von Blue Stacks Systems entwickelten PlugIns für den Citrix Receiver ist es nun auch möglich, Android Apps auf Windows bereitzustellen. Hierzu wird der Windows Receiver wird um einen Mobile Store ergänzt, über den Android Apps integriert werden können.

  • NetScaler Cloud Gateway und Bridge - Das NetScaler Cloud Gateway (das früher bereits unter dem Namen OpenCloud Gateway angekündigt wurde) soll dazu dienen alle möglichen Arten von Apps - also SaaS, Web und Windows-Anwendungen - die in public oder private Clouds bereitetgestellt werden, einfacher zu managen und an den Benutzer bereitzustellen. NetScaler Cloud Bridge hingegen soll dazu dienen, Web-, App-, Data- und Directory-bridging von der privaten zur public Cloud zu realisieren und somit nicht nur einen Parallelbetrieb, sondern auch einen möglichen Migrationsweg zu ermöglichen. Der gesamte Themenkomplex ist äußerst interessant und bietet viel Potential, jedoch wird eine Adaption im deutschen Markt noch etwas auf sich warten lassen...

  • Project Olympus - Sehr nah an das allgemeine Cloud-Themengebiet angelagert findet sich das Citrix Projekt "Olympus", bei dem es sich um eine XenServer-Integration der OpenStack-Initiative handelt. Hierbei soll OpenStack, das eine freie Cloud-Architektur anbietet, mit dem XenServer verbunden werden, um eine leistungsfähige, skalierbare und verwaltbare Plattform für Cloud- und Saas-Anbieter zur Verfügung zu stellen. Dieser Schritt ist aus meiner Sicht richtungsweisend, da Citrix sich mit diesem Schritt (erneut - wie auch beim Xen-Hypervisor) an einer große Initiative beteiligt, die immerhin von über 70 Herstellern und mehr als 500 Partnern vorangetrieben wird. Dies erweitert in letzter Konsequenz die Gewichtung und Reichweite sowie das Partner-Ökosystem von Citrix, was dem Unternehmen wie seinen Produkten nur gut tun kann.

    Last but not least...

  • XenDesktop News - Auch im Bereich des XenDesktop gab es einige interessante Ankündigungen und Ausblicke: Konkret vor der Tür steht das ServicePack 1 für XenDesktop 5, wodurch Funktionen wie IntelliCache nun in vollem Umfang genutzt werden können. Dies wurde im Rahmen der Keynote jedoch von einer von Gus Pinto durchgeführten Demo in dem Schatten gestellt, die einen VDA für MacOS X zeigte... dieser ermöglichte den Zugriff via Citrix Receiver auf einen per XenDesktop bereitgestellten Mac-Desktop ;-)

    Diese Demo, die bei allen Zuschauen eine große Bewunderung auslöste (nicht nur wegen der Coolness von Gus), kann ebenfalls als großer Durchbruch bezeichnet werden - dies jedoch weniger technisch, sondern aus politischer und strategischer Sicht: Es handelte sich hierbei nicht nur um eine Tech-Demo, "was im Prinzip möglich ist", sondern um eine offiziell von Apple freigegebene Demo, die einen tiefen Blick auch auf die möglichen zukünftigen Entwicklungen bei Apple zulässt. Will Apple nun doch in den Enterprise-Markt einsteigen und sucht nach einer geeigneten Bereitstellungstechnologie? Oder wird das nächste AppleTV einen Citrix Receiver beinhalten, über den dann via HDX die nächte Duke-Nukem-Version gespielt werden kann? Nach dieser Demo sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt... ;-)

     

    ...abschließend noch ein paar Impressionen...


  • Ich bin seit drei Tagen in Atlanta auf der diesjährigen Microsoft TechEd North America, um mir wieder einmal in gebündelter Form die (für Endkunden aufbereiteten) Informationen über die aktuellen und kommenden Microsoft-Strategie, -Produkte und -Addons anzusehen. Mit ihren ca. 10.000 Teilnehmern aus über 80 Ländern ist diese TechEd wirklich eine gewaltige Veranstaltung, bei der für jeden etwas dabei sein sollte - es gibt reichlich Sessions für IT-Architekten, Entwickler und Admins.

    Ich habe mir den in letzten Tagen in erster Linie Vorträge und Diskussionsrunden zu den Themen Desktop und System Management, Virtualisierung und Cloud-Computing angesehen und man kann deutlich erkennen, dass Microsoft in diesen Bereichen "ernst" macht und mit extrem viel Druck nach vorne geht. Seien es die neuen System Center 2012 Produkte (SCVMM, SCCM, SC Operator, ...) oder die Cloud-Lösungen wie Office365 oder InTune - es ist sehr viel Bewegung bei diesen Lösungen zu erkennen.

    Besonders interessant und erfreulich finde ich darüber hinaus, dass ich quasi in allen System Center-Präsentationen Verweise auf Citrix-Produkte und -Lösungen gesehen habe - und zwar über das gesamte Portfolio... seien es nun die neue Unterstützung für den XenServer im SC Virtual Machine Manager, XenApp im Hinblick auf die Virtualisierung von Anwendungen (auch in Verbindung mit App-V) oder XenDesktop für eine umfassende Desktop-Strategie... Die V-Alliance wird also auch hier in den USA gelebt... vielleicht sogar noch ein wenig intensiver, als dies bei uns in Deutschland der Fall ist.

    In diesem Zusammenhang möchte ich noch eine kleine, lustige Anekdote über "wahre Größe" anbringen: Es gibt hier natürlich auch eine Microsoft-Store, in dem man T-Shirts, Merchandising und Bücher kaufen kann... sehr cool finde ich, dass es hier auch einige (Mehrzahl!) Bücher zu VMware vSphere zu kaufen gibt - das nenne ich wahre Größe! ;-)

    Nico | 2011-05-05 10:54

    Gestern begann in Heidelberg dies diesjährige Citrix Geek Speak Runde, bei der die Themen "Consumerization" und "Cloud Services" sehr heiss diskutiert wurden. Es hat wieder extrem viel Spass gemacht und ich freue mich schon auf die nächsten Termine...

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